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Schlammmasken, Gewichtsdecken, Algen als Superfood, kaltes Wasser, heißes Wasser, Klangtherapie, Körpertherapie, Therapeutic Touch, Minuten-Meditation: Wir alle wollen lange und energiegeladene Leben führen und Naturtherapien sollen uns dabei unterstützen. Gut, dass die aktuelle Liste an ganzheitlichen Methoden zum Steigern unseres Wohlbefindens alles andere als kurz ist.

Mütter haben schon immer gesagt, dass die Natur die beste Medizin sei. Wenn du dich also nach einer ruhigen Auszeit sehnst, versuche nach draußen zu gehen, um all deine Sinne wieder so aufzuladen, wie die Natur es vorgesehen hat. Immerhin wurden die meisten von Menschen erdachten Therapien durch die einzig wahre inspiriert.

Nisga'a Memorial Lava Bed Park, Nass Valley | Mike Seehagel

SHINRIN-YOKU ALIAS WALDBADEN

Jenen unter euch, die noch nie davon gehört haben, sei gesagt, Shinrin-yoku – das in Japan praktizierte Waldbaden – hat nichts mit Wasser sondern nur damit zu tun, unseren uralten grünen Freunden so nah wie möglich zu kommen. Dass Waldspaziergänge oder Wanderungen wohltuend sind, ist offensichtlich; dabei kann der Versuch, die Atmosphäre des Waldes in sich aufzusaugen, ebenfalls in höchstem Maße wohltuend sein – auf einer eher unsichtbaren Ebene. Dem Waldbaden wird gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt, indem wir uns sekundären Pflanzenstoffen der Bäume aussetzen, die unsere Stimmung heben und unser Immunsystem stärken. Und gegen einen Nachmittag, an dem man sich an der frischen Waldluft bewegt, lässt sich wohl kaum etwas einwenden.

 

Am Meeresufer des Dorfes Gingolx, BC | Mike Seehagel

KLANGTHERAPIE

Das Rauschen der Meere, binaurale Beats, Solfeggio-Frequenzen. Wir probieren alles aus, um Stress abzubauen, zu entspannen, Körper und Seele ins Gleichgewicht zu bringen und um unsere Kreativität zu fördern. Wir sind permanent von Geräuschen umgeben, die in der Stadt noch um ein Vielfaches stärker und vielschichtiger sein können. Und wenn wir uns ihnen auch nicht vollständig entziehen können, so können wir sie durch solche aus der Natur oder naturnahen Geräuschen ersetzen, um einen Entspannungseffekt zu erzielen. Setze oder lege dich neben ein Flüsschen, einen rauschenden Wasserfall, neben einen belebten Ameisenhügel oder in den knisternden Schnee, um dich und deine Sinne genau ins Hier und Jetzt zu bringen.

Kleanza Creek Provincial Park, Terrace, BC | Mike Seehagel

SIT-SPOT-MEDITATION

Sit-Spot-Meditation ist ein schicker Ausdruck dafür, alleine für sich einen Sitzplatz in freier Natur zu finden – ohne jeglichen Zeitdruck, Gespräche und Gedankenkarussels. Ziel ist es, die Umgebung einfach nur wahrzunehmen und ohne jegliches Analysieren oder Bewerten zu erleben.

Eine gute Art und Weise, Sit-Spot zu praktizieren ist, solange spazieren zu gehen bis die Gedanken ruhiger geworden sind oder man sich müde gelaufen hat. Dann lässt man sich auf dem bequemsten Platz nieder, den man in nächster Umgebung finden kann. Zu wissen, dass es keinen richtigen (also auch keinen falschen) Weg gibt, diesen Platz zu wählen oder auch einfach nur zu sein, kann dir dabei helfen, ruhiger zu werden. Lege dich auf eine bequeme Matratze aus Moos oder hocke dich ans Ufer und steh erst dann auf, wenn du wirklich bereit dazu bist. Viel zu oft verbringen wir unsere Tage damit, gegen die Zeit anzurennen – unsere Gedanken immer schön voran. Hier ist eine Möglichkeit, sie in den Leerlauf zu schalten und den Körper übernehmen zu lassen.

Still zu sein kann das Gehirn beim Abschalten unterstützen, wenn man in einer sensorisch schwachen Umgebung ist. Wenn völliges Stillsein dich allerdings stresst, kann es hilfreich sein, mit deiner Umgebung zu interagieren: Spiele mit dem Bodenbelag vor dir, nimm beispielsweise eine handvoll Steinchen oder Sand und lass diese durch deine Finger rieseln. Kinder mögen das auch. Für sie ist es völlig natürlich, sich an einem Platz ihrer Wahl zu befinden, ohne jeglichen Plan oder Ziel. Etwas wahrzunehmen oder zu tun, ohne dass es einem bestimmten Zweck dient, ist eine Übung, von der du und dein Umfeld profitieren können.

Mike Seehagel

SONNENTHERAPIE

Unterschätze die Kraft der Sonne nicht. Sie treibt unsere Welt an und schenkt Leben. Die Spezies Mensch ist bekanntlich zwar nicht in der Lage, Photosynthese zu betreiben, aber wir ziehen dennoch einen großen Nutzen daraus, wenn wir Zeit in der Sonne verbringen. Wir wissen, dass Tageslicht unserem Körper dabei hilft, Vitamine zu produzieren und zu verarbeiten, die wichtig für unsere körperliche und seelische Gesundheit sind. Auch wenn es verlockend ist, die kälteren Tage im Haus zu verbringen, ausgestattet mit einer speziellen Kunstlichtlampe, die auch gegen Winterdepressionen eingesetzt wird, sind wir uns sicher, dass nichts das wahre Licht ersetzen kann – auch dann nicht, wenn es draußen kalt ist.

Aiyansh Hot Springs, Nass Valley, BC | Mike Seehagel

HYDROTHERAPIE

Die Hydrotherapie setzt unterschiedlich temperiertes Wasser zur Steigerung des Wohlbefindens ein. Dabei sind die Hydrotherapie-Optionen von Mutter Natur weitaus rustikaler als das Ambiente im privaten, schicken Float-Tank eines Wellnesstempels. Sich im Meer treiben zu lassen, ins eiskalte Wasser zu springen und den Schlamm auf dem Grund einer natürlichen Thermalquelle zu spüren, sind alles Beispiele dafür, wie man die wertvollen Ressourcen der Natur nutzen kann, um die eigene Gesundheit zu fördern.

Die besten Gegenden zum Eintauchen findest du in Bergregionen, wo das Wasser vom Eiskalt der Gletscher bis zum Fast-warm-genug-zum-Teeaufbrühen-sein in geothermalen Tälern reicht. Nach dem Kraxeln in einer Thermalquelle zu entspannen ist absolut befriedigend, ganz zu schweigen davon, dass natürliche Thermalquellen oft voller organischer Stoffe und Mineralien sind, die dabei helfen, verspannte Muskeln zu lockern  und die Haut zu reinigen. Je mehr Schlamm auf dem Grund, desto besser.

Wildbeeren | Mike Seehagel

WILD- UND HEILKRÄUTER SAMMELN

Schnapp dir einen gedruckten oder digitalen Wildkräuterführer und ab ins Feld, den Wald oder auf die Wiese. Es gibt einen Grund dafür, dass traditionelle Arzneimittel zunächst in der freien Natur gesammelt und in großer Menge hergestellt wurden. Die Natur hat viel zu bieten, was uns gesund hält, und sie liefert Heilmittel, mit denen bestimmte Beschwerden behandelt werden können. Zusätzlich zu Naturarzneien versorgt sie uns mit wild wachsenden Nahrungsmitteln. Wenn du mehr über die Pflanzenwelt in deiner Umgebung lernen willst oder einfach nur Lust auf leckere Beeren hast, “wild foraging”, so der englische Begriff fürs Beeren-, Pilze- und Kräutersammeln, ist sowohl beruhigend als auch (be)lohnend.

So rücksichtsvoll, wie du dich in einem Wellnesstempel verhalten würdest, so sind auch in der Natur Netiquette angebracht: Denn eine achtsame Verhaltensweise in freier Natur macht das Erlebnis für dich und andere schöner, und der respektvolle Umgang mit den großzügigen Ressourcen der Natur hilft dabei, den Zugang zu ihnen für alle zu verlängern.

Bevor du also in Glückseligkeit versinkst, nimm dir einen Moment Zeit und befreie natürliche Orte wie Thermalquellen, Wanderwege und Parks vom Müll, den deine Mitmenschen vor dir – leider – zurückgelassen haben. Denke immer daran, deine eigenen Abfälle wieder mitzunehmen und melde ungebührliches Verhalten oder Vandalismus den zuständigen Stellen. Viele dieser natürlichen Oasen müssen mit kleinen Budgets für Pflege und Instandhaltung auskommen, also ziehe eine Spende für den Schutz der Natur in Betracht, wann immer es dir möglich ist.

Stewart-Cassiar Highway | Mike Seehagel
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