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Drei Tage in Victoria

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Die Hauptstadt British Columbias ist eine junge, pulsierende Stadt mit historischem Charakter und einer spektakulären Naturkulisse. Hier gibt es so viel zu tun, zu sehen, zu essen und zu trinken, dass Du wahrscheinlich viel länger als drei Tage bleiben wollen wirst, um möglichst alles zu entdecken. Aber irgendwo muss man ja anfangen. Warum also nicht gleich mit dem vollen Programm der nachfolgenden Tour?

Tag 1: Erkunde das Zentrum

Two seals poke their heads out of the water at Victoria’s Fisherman’s Wharf.

Victorias wilde Bewohner am Fisherman’s Wharf. Foto:@nathan_vanisle via Instagram

Die Bewohner Victorias nehmen ihr Frühstück ernst. Mische Dich also unters Volk und läute Deinen Tag mit Eiern und Speck an einem der beliebten Hotspots wie dem Nourish Kitchen & Café ein. Schnüre dann, wenn Du gestärkt und bereit zum Aufbruch bist, Deine Straßenschuhe und mach Dich auf zur Erkundung der Stadt. 

Starte am malerischen, direkt im Herzen der Stadt gelegenen Inner Harbour mit seinem geschäftigen Wasserflugzeug- und Hafenfährenbetrieb. Die berühmtesten historischen Gebäude der Stadt befinden sich hier, darunter die BC Parliament Buildings und das Fairmont Empress Hotel, genauso wie das hippe Fisherman’s Wharf, mit seinen ortsansässigen Robben und Spezialitäten aus frischem Fisch und Meeresfrüchten. Nehme Dir Zeit für einen Besuch im Royal BC Museum und auch für Robert Batemans eindrucksvolle Gemälde von Wildtieren, die Du in seiner Galerie im neu gestalteten Steamship Terminal bestaunen kannst. 

Melde Dich für eine der Walbeobachtungs- oder Kajaktouren an, die vom Inner Harbour starten oder gehe einfach weiter am Fisherman’s Wharf vorbei zum Breakwater Pier, wo Du spektakuläre Ausblicke auf die Olympic Mountain Range genießen kannst. 

Wenn Du Lust auf mehr hast, mach Dich auf in Richtung Zentrum und schließe Dich einem kulinarischen Spaziergang mit A Taste of Victoria an. Diese bietet nicht nur Kostproben der Stadtgeschichte sondern auch köstliche Happen vom Victoria Public Market, Market Square, Chinatown, und vieles mehr. 

Shopping in Victoria

Auf Shopping-Tour in Victoria. Foto: Tanya Goehring

Oder, begebe Dich direkt zur Einkaufsmeile, auch bekannt als “LoJo”, kurz für Lower Johnson Street. Einst war diese Gegend von den Händlern bevölkert, welche die Schürfer während des Goldrauschs ausstatteten. Heute beherbergen die Läden aus dem 19. Jahrhundert mit ihren fröhlich bemalten Fassaden Bistros, Cafés und alternative Boutiquen. Lege unterwegs einen Stopp ein um Dir eine Kugel Rhabarber- und Ingwer-Eiscreme bei Kid Sister Ice Cream oder ein Eclair im La Roux zu gönnen. Kröne Deine Shoppingtour mit einem Besuch bei Munro’s Books, Murchie’s Tea, und Roger’s Chocolates in der Government Street – für viele eingefleischte Victoria-Fans ein absolutes Muss bei einem Besuch der Stadt.  

Schnappe Dir am Abend einen Hocker in der Rooftop Bar The Livet – vorausgesetzt das Wetter spielt mit; Kehre anderenfalls für einen Cocktail, zum Abendessen und auf ein Kneipenquiz ins Northern Quarter ein oder lasse Dich für ein Festmahl im luxuriösen Restaurant Q at the Empress im Fairmont Empress nieder.

Day 2: Saanich Peninsula

Front counter of a bakery with fresh baked breads and a chalkboard menu.

Das Fol Epi in Victoria ist der Ort für Pain au Chocolat und Kaffee. Foto:@feast_on via Instagram

Beginne Deinen Tag mit einem Pain au Chocolat und Kaffee im Fol Epi, und stecke für später am besten noch ein Holzofen-Baguette in Deine Tasche ein. Wenn Du der Typ für ein Picknick bist, schaue in der Choux Choux Charcuterie vorbei und decke Dich mit Käse und Pastete für ein Mittagessen unter freiem Himmel ein.

A tray of cider samples and a charcuterie plate.

Das Angebot im Sea Cider Farm & Ciderhouse auf der Saanich Peninsula in BC. Foto: @lesterjane via Instagram

Fahre dann weiter in Richtung Norden auf der Blanshard Street, die zum Highway 17 wird und sowohl zum Fährterminal Swartz Bay als auch zum Flughafen führt. Binnen weniger Minuten erreichst Du die Saanich Peninsula, eines der landwirtschaftlichen Gebiete, das Victorias Appetit auf erntefrische Erzeugnisse fördert.   

Du kannst den Tag mit einem Besuch der Weingüter (Church & State Wines), Apfelweinkeltereien (Sea Cider Farm & Ciderhouse), Brauereien (Category 12 Brewing), und Brennereien (Victoria Distillers), sowie der Hofläden verbringen. 

Pedestrians walk through a colourful garden.

Ein Besuch der Butchart Gardens ist ein absolutes Muss. Foto: @janmah1 via Instagram

Schaue im Sidney by the Sea vorbei, der einzigen “Bücherstadt” Kanadas, wo diverse Läden neue und gebrauchte Bücher, aber auch Sammlereditionen verkaufen. Sidney beherbergt auch das Aquarium Shaw Centre for the Salish Sea, wo junge Besucher (aber auch einige ältere) daran Vergnügen finden werden auf Tuchfühlung mit all den verschnörkelten Wesen in den Berührungspools zu gehen.   

Falls Du kein Picknick in einem der 171 Parks in Saanich machst, schaue bei The Surly Mermaid, einem entspannten Lokal in Sidney auf eine Portion Fish & Chips vorbei, und mache Dich dann auf den Weg zu den The Butchart Gardens. Diese National Historic Site, einst ein alter Steinbruch, zählt heute zu den prachtvollsten Blumen- und Garten-Ausstellungen der Welt. 

Falls Du Lust hast bis zum Abendessen auf der Halbinsel zu bleiben: Der Ausdruck “vom Hof auf den Tisch” bekommt in der Roost Vineyard Bistro & Farm Bakery eine neue Dimension. Beinahe alles, was auf den Tisch kommt, wird auf der vier Hektar großen Farm angebaut, einschließlich des Weizens, das ebenfalls vor Ort gemahlen wird um das tägliche Brot herzustellen.

Tag 3: Erkunde verschiedene Stadtviertel

Slices of pizza topped with olives and onions.

Die hausgemachte Pizza treibt Dich beim Radeln während des Eat Drink Pedal Ausflugs in Victoria an. Foto: @kattancock via Instagram

Lasse an Deinem letzten Morgen den zentralen Stadtkern hinter Dir und erkunde einige der charmanten Gegenden der Stadt, zum Beispiel mit The Pedaler, die sowohl Fahrräder vermieten als auch geführte Fahrradtouren anbieten, darunter auch eine Brauereitour namens “hoppy hour” (zu deutsch “hopfige Stunde”).  

Zu den derzeit aufstrebenden Stadtvierteln zählt Rocky Bay, in dem sich eine kleine Siedlung inmitten eines Industriegebietes in einer Ecke des Inner Harbour versteckt. Hier findest Du den Verkostungsraum der Driftwood Brewery, ebenso wie die Saltchuck Pie Company, sowie herzhaftes “Comfort Food” im Wheelies Motorcycles Café.

Oder aber Du machst Dich auf in das grüne Fernwood, wo viele in der Stadt ansässige Künstler zuhause sind. Streife durch die Straßen mit ihren geschichtsträchtigen Häusern und prächtigen Gärten, oder treibe Dich am Fernwood Square herum, wo Dich eine Reihe von Boutiquen erwartet. 

Schaue bei Mesa Familiar vorbei um ein südamerikanisches Abendessen mit Tacos und Ceviche auf Gemüsebasis zu genießen, und eine Aufführung im Belfry Theatre, einem professionellen Theaterensemble, das in einem 130 Jahre alten Gebäude untergebracht ist. 

Lasse den Abend bei einem Absacker und Snack in der Stage Wine Bar ausklingen, wo Du Dich wahrscheinlich dabei erwischen wirst, wie Du Deinen nächsten Besuch nach Victoria planst. 

Anreise

Victoria bzw. der Zielhafen Swartz Bay ist in einer etwa 1,5-stündigen Überfahrt mit BC Ferries vom Fährterminal Tsawwassen (Vancouver) aus erreichbar. Von dort braucht es noch eine halbe Autostunde in die Stadt. Verschiedene größere Fluggesellschaften fliegen den Victoria International Airport an. Harbour Air und HeliJet verbinden außerdem das Zentrum Vancouvers mit dem Inner Harbour in Victoria. 

Titelbild: Der Inner Harbour von Victoria, mit Ausblick auf die Parliament Buildings. Foto: Reuben Krabbe

WRITTEN BY: Joanne Sasvari

Aus: North Vancouver
Joanne Sasvari hat bereits viele Ort auf der ganzen Welt bereist und über Essen, Trinken und Kultur geschrieben, aber ihr Lieblingsziel ist hier zu Hause in British Columbia. Sie lebt in North Vancouver und schreibt für diverse Zeitschriften und Online-Publikationen über BC; außerdem ist sie Autorin des Frommer’s EasyGuide to Vancouver & Victoria. Wenn sie nicht gerade die leckersten Ecken der Provinz erkundet, macht sie das Lektorat für die Zeitschrift Westcoast Homes & Design und nutzt ihre Ausbildung beim Wine and Spirits Education Trust, um die besten heimischen Tropfen zu genießen.