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Whistler Village

(Insight Photography photo)

Whistler

Kultur & Geschichte

In einer abgelegenen Wildnis besiedelten die Coast Salish einen Großteil des Gebiets in und um Whistler. Sie durchquerten das Land auf einer Route, die in etwa dem heutigen Highway 99 entspricht.

Die Ankunft der Europäer

Bereits vor den heute weltbekannten Pisten, Resorts und Freizeitmöglichkeiten verfügte Whistler Valley über eine faszinierende Pionier-Geschichte.

In den 1860er Jahren trafen britische Marineoffiziere ein, die die Gegend erkundeten und dem Whistler Mountain seinen ursprünglichen Namen, London Mountain, gaben. Im frühen 20. Jahrhundert wurde die Region ein wichtiger Standort für Fallensteller, Wald- und Minenarbeiter. Aufgrund des schrillen Pfeiftons der Murmeltiere, die in den Felsen leben, nannten sie die Gegend „Whistler“.

Mit der Ankunft von zwei furchtlosen Pionieren, Myrtle und Alex Philip, veränderte sich die Gegend grundlegend. Als das Paar am Alta Lake, dem Ort des jetzigen Whistler, eintraf, gab es weder Straßen noch Gleise. Das Paar gelangte per Fähre, zweispänniger Kutsche und zu Fuß in diese Gegend.

Sie ließen sich in der Nähe des Alta Lake nieder, kauften 4 Hektar Land und erbauten 1914 am Seeufer die Rainbow Lodge. Der „Traum von Whistler“ begann Gestalt anzunehmen. Die ersten Touristen, die es zur Rainbow Lodge zog, kamen, um Forellen zu angeln.

Zwei Jahre später verbesserte sich mit einer neuen Eisenbahnlinie die Anbindung des Whistler Valley an die Außenwelt. Der Pacific Great Eastern Railway (jetzt BC Rail) zum Alta Lake wurde 1914 erbaut. Bis in die frühen zwanziger Jahre hatte sich die Rainbow Lodge zum beliebtesten Sommerreiseziel westlich der Rocky Mountains entwickelt.

Im Whistler Museum & Archives können Sie die faszinierende Geschichte von Whistler, von den frühen Pionieren bis zum heutigen Tag, zurückverfolgen.

Auf den Pisten

1962 begann ein Geschäftsmann aus Vancouver, Pläne zur Erschließung von Whistler Mountain als möglichen Austragungsort für die Olympischen Winterspiele zu entwickeln. Das Straßennetz der Region wurde erweitert und nach dem Bau einer 4-Personen-Seilbahn, eines Doppel-Sessellifts, zweier Schlepplifte und einer Tagesskihütte wurde das Skigebiet Whistler 1966 offiziell eröffnet.

Im Laufe der Jahre wurde mit Whistler Village auch das Resort erweitert. 1980 wurde Blackcomb Mountain eröffnet. Damit wurde Whistler/Blackcomb zu einem der größten nordamerikanischen Skigebiete. Rund 25 Jahre später war Whistler auf der ganzen Welt als eines der besten Skigebiete bekannt.

Im Juli 2003 wurde Vancouver zum Austragungsort für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2010 ernannt; zahlreiche Wettkämpfe wurden in Whistler ausgetragen. Im gleichen Jahr wurde Whistler/Blackcomb vom Skiing Magazine zum besten amerikanischen Skiresort gekürt.

Mit zwei Bergen, drei Gletschern, zwölf Bergkesseln, 200 markierten Wegen und 3.306 Hektar Skigebiet sind diese Berge bei Skifahrern und Snowboardern aus der ganzen Welt beliebt.

Whistler hat sich von einem Sommerurlaubsort in der Wildnis zu einem weltweit bekannten Urlaubsresort für jede Jahreszeit entwickelt.