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Cypress Provincial Park

(Patrice Halley photo)

Vancouver, Coast & Mountains

Kultur & Geschichte

Seit Tausenden von Jahren leben die Coast und Interior Salish sowie verschiedene andere First-Nations-Gruppen in der Region Vancouver, Coast & Mountains. Die Coast Salish zogen mit den Jahreszeiten und bewohnten im Winter am Meer liegende Dörfer.

Ihre Gemeinschaftshäuser wurden aus den riesigen Rotzedern der Region erbaut. Die Interior Salish lebten in den Hauptflusstälern und erbauten halb unterirdische Wohnstätten, die Grubenhäuser genannt werden.

Heutzutage gehören die Traditionen, Kunstgegenstände, Überlieferungen, Legenden und Geschichte der Salish-First-Nations zur Kultur der Region. Ein tiefer Respekt für die Natur und den Menschen kennzeichnet ihre Lebensweise. Besucher können über Sehenswürdigkeiten wie die Totempfähle im Stanley Park oder das UBC Museum of Anthropology mehr über die Kultur der First Nations in BC erfahren.

Die Natur spielt eine ebenso wichtige Rolle in der europäischen Geschichte der Region. Der Fraser River ist der größte Fluss in British Columbia. Er ist für seine schnelle Strömung bekannt, windet sich durch die Region und ist mit der faszinierenden Geschichte europäischer Entdeckungen und Entwicklung verknüpft.

Die Ankunft der Europäer

José Maria Narvaez, ein Navigator der spanischen Marine, war 1791 der erste Europäer, der den Fraser River entdeckte. Ein Jahr später erkundete und kartierte der Kapitän George Vancouver das Burrard Inlet, die heutige Küste von Vancouver. 1808 gelangte der Forscher Simon Fraser flussabwärts zur Mündung des Fraser River, wo er am First-Nations-Dorf Musqueam landete. Und fast 20 Jahre später errichtete die Hudson’s Bay Company im Osten der heutigen Stadt Vancouver am Fraser River einen Handelsstützpunkt mit dem Namen Fort Langley.

Nach den Goldfunden gegen Ende der 1850er Jahre wurde der Fluss als Transportstrecke genutzt.

Der Fraser-Goldrausch brachte Tausende von Goldsuchern in das Gebiet. Händler, Unternehmer und Geschäftsleute folgten den Goldgräbern. Sie erbauten Städte und begannen mit der Entwicklung dieses Grenzlandes. Der Schaufelraddampfer wurde zum wichtigsten Transportmittel und der Fraser River zur Hauptverkehrsader der Region.

Beförderungsmittel und Feierlichkeiten

Wichtige Entwicklungen wie die der Canadian Pacific Railway in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts förderten das Wirtschaftswachstum der Gegend und führten zum Zuzug vieler chinesischer Arbeiter. Die Provinz trat 1871 in der Erwartung der Verbindung zwischen den beiden Küsten in die Konföderation ein. Als die Zugstrecke im Jahr 1886 fast fertig war, wurde aus Granville die Stadt Vancouver. Als wichtiger Verkehrsknotenpunkt wurde die Stadt zu einem der Zentren des ökonomischen und sozialen Lebens der Region.

Auch andere Wahrzeichen von British Columbia, die schon bald berühmt werden würden, entstanden in dieser Zeit. John „Gassy Jack“ Deighton gründete 1867 einen Saloon am Südufer des Burrard Inlet; das Gebiet wurde später als „Gastown“ bekannt. Im Jahr 1885 wurden die Harrison Hot Springs mit dem Bau des ersten Hotels zum ersten Urlaubsort von British Columbia. Und drei Jahre später wurde der nach Lord Stanley, dem damaligen kanadischen Generalgouverneur, benannte Stanley Park offiziell eröffnet.

Im Jahr 1986 fand in Vancouver ein großes Fest statt – der 100. Stadtgeburtstag wurde mit der Weltausstellung – Expo 1986 in großem, internationalem Rahmen gefeiert. Für eine Stadt, deren Aufschwung unmittelbar mit den Entwicklungen im Transportwesen verknüpft war, war das Motto der Veranstaltung, Transport und Kommunikation, besonders passend. Im gleichen Jahr gab es noch ein weiteres wichtiges Ereignis, als die Sechelt-Indianer als erste First Nations in British Columbia Autonomie erlangten.

Im Februar und März 2010 erfuhr Vancouver als Gastgeber der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2010 eine erneute Anerkennung ihres Status als Weltstadt.