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Reitausflug, Echo Valley

(Albert Normandin photo)

Cariboo Chilcotin Coast

Kultur & Geschichte

Viele Jahrhunderte bevor die Europäer nach Amerika kamen, lebten die First Nations mit ihrer vielfältigen Kultur bereits in der Region Cariboo Chilcotin Coast. Die im Landesinneren und am Meer lebenden Stämme der Heiltsuk, Nuxalk und Kwakwaka’wakw ernährten sich von Lachs und Kerzenfisch. Obsidian und Pelz waren beliebte Tauschwaren im Handel mit dem Stamm der Carrier, die auf der anderen Seite der Coast Mountains lebten.

Die First Nations reisten auf Handelsstraßen, die wegen des Fischöls, das beim Transport aus den Holzbehältern lief, „Grease Trails“ genannt wurden. Die Great Road oder Nuxalk-Carrier Grease Trail war einer der wichtigsten Korridore, der vom Fraser River über die Gebirgsplateaus und zum Meer verlief.

Die Ankunft der Europäer

Im Jahre 1793 bereiste Alexander Mackenzie, Forschungsreisender der North West Company, den Nuxalk-Carrier Grease Trail. Er war der erste Europäer nördlich von Mexiko, der eine Überlandreise durch Nordamerika gemacht hat. Die Stämme der Nuxalk und Carrier führten ihn durch die Region bis hin zum Pazifischen Ozean. Im selben Jahr noch besuchte der bekannte Seefahrer Captain George Vancouver die Küstendörfer der Region.

Hier betrieben Pelzhändler ihre Geschäfte, bis schließlich 50 Jahre später der Goldrausch begann. Dieser fing im Jahre 1859 an, als man im Fraser River Gold fand. Drei Jahre später stieß Billy Barker auf eine der größten Goldgruben der Gegend, woraufhin Tausende zu den Goldfeldern strömten, um ihr Glück zu suchen. Viele von ihnen ließen sich in der geschäftigen Boomtown Barkerville nieder. Heute können Besucher der historischen Stadt Barkerville in die Fußstapfen der Goldsucher treten.

Straßenbau

Ursprünglich begannen zwei Einheiten der Royal Engineers, Straßen in das Landesinnere bauen. Eine Truppe begann in Yale und arbeitete sich am Fraser Canyon entlang vor, die andere arbeitete sich vom Harrison und Lillooet Lake über Darcy (den Harrison Douglas Trail) in Richtung der Berge von Anderson und Seton Lake bis nach Lillooet vor. Es war ein Wettkampf zwischen den beiden Einheiten. Die Straße sollte nach der Truppe benannt werden, die Clinton zuerst erreichte. Das Lillooet-Team gewann und machte Lillooet zur Mile 0 der Cariboo Wagon Road. Alle Meilenangaben Richtung Norden werden seither von Lillooet aus gezählt. 100 Mile House erhielt seinen Namen, da der Ort über die ursprüngliche Strecke über Pavilion Mountain 100 Meilen von Lillooet entfernt ist.

(Vor einigen Jahren wurde die Straße durch den Fraser Canyon in „The Gold Rush Trail“ umbenannt, um die Strecke zu bewerben.)

Um die 1880er Jahre herum neigte sich der Goldrausch in Cariboo langsam dem Ende zu. Gold wurde zwar weiterhin über hydraulische Verfahren und Gruben abgebaut, allerdings schloss dies individuelle Goldgräber aus und die Ausbeute war gering. Viele Goldgräber verließen die Region. Einige jedoch blieben, um auf dem hügeligen Weideland der Region Rancher zu werden. Sie ließen sich nieder und fingen mit der Viehzucht an. Die südliche Region Cariboo gilt heute noch als Land der Viehzucht. Viele der ursprünglichen Ranches stehen immer noch und die Lebensart der Cowboys ist bis heute prägend. 

Die Wegbereiter

In den folgenden Jahren ließen sich norwegische Siedler im Bella Coola Valley nieder, um sich ein eigenes Stück Land zu sichern. In einem Gebiet, das den Fjorden Norwegens sehr ähnelte, gründeten sie im Jahre 1894 die Gemeinde Hagensborg.

1912 wurde das Landesinnere durch den Ausbau der Pacific Great Eastern Railway noch besser erschlossen; sie verband North Vancouver mit Prince George.
Eine weitere Straße wurde im Jahre 1953 gebaut, nachdem sich die Bewohner des Bella Coola Valley jahrelang und vergeblich darüber beschwert hatten, dass die Provinzbehörden sich weigerten, eine Straße über die Coast Mountains zu bauen. Also entschieden sie schließlich, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Im Herbst 1952 begannen sie mit dem Bau der Freedom Road, die sich von Anahim Lake zur Küstenstadt Bella Coola erstreckt.