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Begegnungen mit Bären

Besuchen Sie einige von BCs berühmtesten vierbeinigen Bewohnern auf einer Tour in das ursprüngliche Khuzeymateen Grizzly Bear Sanctuary.

(Kelly Funk photo)

Über BC

Kultur & Geschichte

Seit dem Rückzug der großen Gletscher vor etwa 10.000 Jahren begannen die Völker der First Nations mit der Besiedlung von British Columbia.

Die ersten Bewohner British Columbias sind wahrscheinlich von Asien aus über eine Landbrücke in der Beringsee in die Region gelangt. Mit dem Rückgang des Eises entstanden Wälder, und durch den schwankenden Meeresspiegel wurde zeitweise Land freigelegt, das Asien mit der Neuen Welt verband.

Man vermutet, dass die Küstenregion von British Columbia zu dieser Zeit eines der am dichtesten bevölkerten Gebiete Nordamerikas war. Lange vor dem ersten Kontakt mit Europa lebten in British Columbia an die 300.000 Menschen, die sogenannten First Nations. Die First Nations lebten Tausende von Jahren ungestört – bis zur Ankunft der Briten im Jahr 1778.

Die Ankunft der Europäer

Als der britische Entdecker Captain James Cook im Jahr 1778 die Westküste von Vancouver Island erreichte, war er bestrebt, mit den Nuu-chah-Nulth (Nootka) Handelsbeziehungen aufzunehmen. In der Folge erreichte eine hohe Anzahl europäischer Siedler den Kontinent. Durch eingeschleppte Krankheiten wie beispielsweise Pocken wurde die einheimische Bevölkerung im späten 18. Jahrhundert stark dezimiert.

Etwa ein Jahrhundert später suchte der Brite James Douglas an der Pazifischen Küste nach einem geeigneten Ort für den Firmenhauptsitz der Hudson's Bay Company. Die Lekwammen, eine Bevölkerungsgruppe, deren Dörfer sich an der Küste des heutigen Greater Victoria verteilten, empfingen Douglas mit offenen Armen, und dieser wählte Camosack als Niederlassungsort für sein Unternehmen. Ein Jahr später, 1843, wurde Fort Victoria in dem heute als Old Town bekannten Gebiet im Herzen der Innenstadt Victorias errichtet.

Der Goldrausch in BC

Nach Goldfunden im Fraser River und in der Region Cariboo strömten in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts unzählige Goldsucher, Händler, Pioniere und andere Abenteurer aus der ganzen Welt nach British Columbia; der Goldrausch hatte sich sogar bis China herumgesprochen. In dieser Zeit des rasanten Wirtschaftswachstums verwandelten sich kleine Dörfer in betriebsame Städte; neue Straßen, Schienenwege und Dampfschiffe wurden gebaut, um das zusätzliche Transportaufkommen zu bewältigen.

Boomtowns entwickelten sich, und es entstanden zahlreiche Legenden, die allerdings nicht immer vom großen Glück erzählten. Die First Nations verloren den größten Teil ihres angestammten Lands. Ab 1876 wurden sämtliche Lebensbereiche der First Nations durch den Indian Act geregelt.

Rasantes Wachstum in BC

In den fünfziger und sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts sorgten die Entwicklung von Verkehr und Bauwesen erneut für wirtschaftliches Wachstum. Durch zahlreiche Bauprojekte wurde das landschaftliche Erscheinungsbild von British Columbia stark verändert. Gewaltige Dämme verwandelten Flüsse in Seen, riesige Turbinen versorgten Dutzende Zellstofffabriken und Hüttenwerke. Die Fertigstellung des Trans Canada Highway sowie neue Brücken, Schienenwege und Fähren markieren den technischen Fortschritt.

Die kulturelle Vielfalt von BC

Heute zeichnet sich die Bevölkerung von British Columbia durch eine spannende Vielseitigkeit aus: Mehr als 40 Ethnien der First Nations sind in der Region vertreten, und dank der großen asiatischen Gemeinden wurden Chinesisch und Punjabi zu den am meisten gesprochenen Sprachen nach Englisch. Diese verschiedenen Bevölkerungsgruppen sorgen zusammen mit deutschen, italienischen, japanischen und russischen Gemeinden für eine dynamische, vielseitige Gesellschaft, in der die unterschiedlichsten Küchen, Architekturstile, Sprachen und Kunstformen für kulturellen Reichtum sorgen.

1986 feierte die Stadt Vancouver ihren hundertsten Geburtstag als Gastgeberin der Weltausstellung – Expo 86. Im gleichen Jahr erlangten die Sechelt-Indianer als erste Gruppe der First Nations in British Columbia Autonomie.

Im Jahr 2000 trat der Nisga'a-Vertrag in Kraft. Die seit jeher in der Region Nass lebenden Nisga'a schlossen als erster Stamm mit der Provinzregierung British Columbia und dem Staat Kanada einen Vertrag zur Selbstverwaltung (self-governance agreement). Dieser Vertrag stellt einen Erfolg für die Beziehungen zwischen British Columbia, Kanada und den First Nations dar.

Im Februar und März 2010 war Vancouver Austragungsort der Olympischen und Paralympischen Winterspiele.